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Etablierung einer national und international gültigen elektronischen Identität (E-ID)

Ziel des strategischen Projektes ist, dass sich Schweizerinnen und Schweizer im Internet mit der gleichen Qualität elektronisch ausweisen können wie sie dies mit dem Pass oder der Identitätskarte in der physischen Welt tun können.

Ziele des strategischen Projekts

Ausreichende Kenntnis über die Identität des Gegenübers ist eine wesentliche Voraussetzung für die Abwicklung von Geschäften. Deshalb stellt der Staat Identifizierungsmittel wie den Schweizer Pass, die Identitätskarte oder den Ausländerausweis aus. In der digitalen Welt findet die Identifizierung heute fast bei jedem einzelnen System autonom statt und verursacht hohe Kosten. Mit staatlich anerkannten elektronischen Identifizierungsmitteln (E-ID) könnten Geschäfts- und Verwaltungsprozesse im Internet effizienter gestaltet und abgewickelt werden.

Die E-ID ist ein Schlüsselinfrastrukturelement, auf dem weitere digitale Dienste für ein durchgehend digitales E-Government, E-Banking, E-Commerce, E-Health, E-Education und E-Voting aufbauen. Dabei soll sie einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation der Schweiz leisten.

Vernehmlassung

Geschäftsprozesse werden immer häufiger in die digitale Welt verlagert. Damit auch anspruchsvollere Geschäfte online abgewickelt werden können, brauchen die Geschäftspartner Vertrauen in die Identität ihres Gegenübers. Der Bundesrat will deshalb rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen für die Anerkennung von elektronischen Identifizierungsmitteln und deren Anbieter schaffen. Er hat an seiner Sitzung vom 22. Februar 2017 die Vernehmlassung zu einem Bundesgesetz über anerkannte elektronische Identifizierungseinheiten (E-ID-Gesetz) eröffnet. Die Vernehmlassung dauert bis zum 29. Mai 2017.

Aufgabenteilung zwischen Staat und Markt

Der Bundesrat geht von einer Aufgabenteilung zwischen Staat und Markt aus. Konkret sollen geeignete private oder öffentliche Identifizierungsdienstleister von einer Anerkennungsstelle auf Bundesebene eine Zulassung zur Herausgabe von staatlich anerkannten elektronischen Identifizierungsmitteln erlangen können. Dabei sollen beispielsweise auch bereits existierende oder sich im Aufbau befindende Systeme, wie etwa die Projekte von Post und SBB sowie Banken und Swisscom, vom Bund anerkannt werden können.

Ausstellung für berechtigte Personen

Staatlich anerkannte E-ID werden den Inhaberinnen und Inhabern ermöglichen, sich bei Online-Diensten sicher zu registrieren und später erneut sicher anzumelden. Die Ausstellung von elektronischen Identitäten soll für zwei Kategorien von Personen möglich sein: Erstens für Schweizerinnen und Schweizer, die zum Zeitpunkt der Ausstellung über einen gültigen Schweizer Ausweis verfügen. Zweitens für Ausländerinnen und Ausländer mit Aufenthaltsbewilligung, die zum Zeitpunkt der Ausstellung einen gültigen Ausländerausweis haben.

Im Schwerpunktplan unterstützte Massnahmen

Massnahmen / Lieferobjekte Termin
Schaffung eines Rechtsrahmens für staatlich anerkannte eID-Systeme, die von allen Bundesportalen, welche eine Authentifizierung erfordern, akzeptiert werden und EU-kompatibel sein müssen. 31.12.2019
Entwicklung eines «Demonstrators» und einer Design-Empfehlung (best practices) für staatlich anerkannte eID-Systeme als Beitrag zu Kommunikation und Marketing. 31.12.2017
Schaffung eines Standardisierungsrahmens für staatlich anerkannte eID-Systeme, welcher eine hindernisfreie Interoperabilität sicherstellt und mit den EU-Regelungen kompatibel ist.

31.12.2018

Projektstand

Bis Ende 2017 wird der Bundesrat vom Vernehmlassungsergebnis zu einem Bundesgesetz über anerkannte elektronische Identifizierungseinheiten (E-ID-Gesetz) Kenntnis genommen und das weitere Vorgehen festgelegt haben. Zudem wird 2017 ein «E-ID-Demonstrator» für staatlich anerkannte E-ID-Systeme als Beitrag zu Kommunikation und Marketing sowie zur Schaffung eines Standardisierungsrahmens entwickelt.

Dokumentation

Dokumente zur E-ID (Website des fedpol)
Zu den Vernehmlassungsunterlagen
Präsentation: staatlich anerkannte E-ID-Systeme
Format:
PDF
Größe:
957 kb
Aktualisiert:

Verantwortliche Organisation

Bundesamt für Polizei fedpol

Ansprechperson: Markus Waldner

Kontakt: markus.waldner(at)fedpol.admin.ch, +41 58 465 74 41