Direkt zum Inhalt

Etablierung einer national und international gültigen elektronischen Identität (E-ID)

Ziel des strategischen Projektes ist, dass sich die Nutzerinnen und Nutzer im Internet korrekt und sicher identifizieren können. Dafür brauchen sie eine elektronische Identität.

Ziele des strategischen Projekts

Immer mehr Leute tätigen ganz unterschiedliche Geschäfte im Internet, bei denen sie sich identifizieren müssen. Die dafür eingesetzte elektronische Identität (E-ID) soll korrekt sein und vor Verwechslungen schützen. Um zu verhindern, dass falsche elektronische Identitäten ausgestellt werden, hat der Bundesrat die Kernaufgabe bei der Ausstellung einer E-ID, nämlich die amtliche Prüfung und Bestätigung der Existenz einer Person und ihrer Identitätsmerkmale wie Name, Geschlecht oder Geburtsdatum, als Staatsaufgabe definiert.

Die technologischen Träger dieser staatlich geprüften und bestätigten elektronischen Identität, denkbar sind z. B. Mobiltelefon, Bankkarte oder ÖV-Abonnemente, wird der Bund allerdings weder entwickeln noch ausstellen. Dies sollen Anbieterinnen tun, die näher an den Anwenderinnen und Anwendern sowie an der massgebenden Technologie sind. Aufgabe des Staates wird es aber sein, Anbieterinnen und deren Lösungen einem strengen Anerkennungsverfahren und regelmässigen Kontrollen zu unterziehen. Eine hierfür gegründete Anerkennungsstelle beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) wird diese Aufgabe übernehmen.

Die Hoheit über den Einsatz und die Freigabe der Daten liegt ausschliesslich in der Hand der betreffenden Person. Auf der anderen Seite entscheidet jede Anbieterin eines Online-Dienstes selbst, ob sie für die Nutzung ihres Dienstes die Verwendung der staatlich anerkannten digitalen Identität verlangt oder nicht.

Die E-ID ist ein Schlüsselinfrastrukturelement, auf dem weitere digitale Dienste aufbauen, z. B. für ein durchgehend digitales E-Government, E-Voting, E-Banking, E-Health, E-Education oder E-Commerce. Dabei soll sie einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation der Schweiz leisten.

Botschaft zu E-ID-Gesetz verabschiedet

Geschäftsprozesse werden immer häufiger in die digitale Welt verlagert. Damit auch anspruchsvollere Geschäfte online abgewickelt werden können, brauchen die Geschäftspartnerinnen und -partner Vertrauen in die Identität ihres Gegenübers. Der Bundesrat will deshalb rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen für elektronische Identifizierungsdienste schaffen. Er hat an seiner Sitzung vom 15. November 2017 das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) nach Kenntnisnahme der Resultate der Vernehmlassung beauftragt, einen Gesetzesentwurf auszuarbeiten. Am 1. Juni 2018 verabschiedete der Bundesrat die Botschaft zum Bundesgesetz über anerkannte elektronische Identifizierungseinheiten. 

Ausstellung der elektronischen Identität

Der nachstehende Film veranschaulicht, wie der Staat und private Dienstleister bei der Bereitstellung der elektronischen Identität zusammenarbeiten werden.

Im Schwerpunktplan unterstützte Massnahmen

Massnahmen / Lieferobjekte Termin
Entwicklung und Weiterentwicklung eines «Demonstrators» und einer Design-Empfehlung (best practices) für staatlich anerkannte E-ID-Systeme als Referenzmodell und insbesondere als Beitrag zu Kommunikation und Marketing. 31.12.2019
Schaffung eines Standardisierungsrahmens für staatlich anerkannte E-ID-Systeme, welcher eine hindernisfreie Interoperabilität sicherstellt und mit den EU-Regelungen kompatibel ist.

31.12.2018

Schaffung eines Rechtsrahmens für staatlich anerkannte elektronische Identifizierungseinheiten (E-ID), die eine bedarfsgerechte Identifizierung und Authentifizierung im Internet und insbesondere an Behördenportalen erlauben. Durch Berücksichtigung von internationalen Vorgaben und Standards sollen diese E-ID später auch in der EU anerkannt werden können.

verschoben (31.12.2020)

Aufbau der Attributschnittstelle beim Staatlichen Identitätsdienst, SID.
Der Aufbau erfolgt parallel zu den politischen Beratungen des geplanten E-ID-Gesetzes.

31.12.2019

Projektstand

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 15. November 2017 von den Ergebnissen der Vernehmlassung Kenntnis genommen. Das EJPD hat nun, unter Berücksichtigung der Rückmeldungen aus der Vernehmlassung, eine Botschaft für ein Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste (E-ID-Gesetz) ausgearbeitet.

Dokumentation

Dokumente zum E-ID-Gesetz (Website des BJ)
Präsentation: staatlich anerkannte E-ID-Systeme
Format:
PDF
Größe:
590 kb
Aktualisiert:

Verantwortliche Organisation

Bundesamt für Polizei fedpol

Ansprechperson: Philippe Lorenz

Kontakt: philippe.lorenz(at)fedpol.admin.ch, +41 58 485 08 44