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Nationale E-Government Studie 2017

Resultate 2017

Grosse Bedeutung der Suchmaschinen

Sowohl die Bevölkerung (73 %) als auch die Wirtschaft (67 %) greifen mehrheitlich über Suchmaschinen auf Online-Angebote der Behörden zu. Der Direkteinstieg über die Behördenwebsite ist seltener.

Elektronischer Kanal für den Verkehr mit den Behörden etabliert

Die Hälfte der Bevölkerung nutzt eine bis zwei Behördendienstleistungen jährlich, 20 % nutzen gar keine Dienstleistungen. Wenn Dienstleistungen in Anspruch genommen werden, geschieht dies in etwa 30 % der Fälle auf dem elektronischen Weg. Gut ein Drittel der Befragten nutzen zumindest die Hälfte der Dienstleistungen online.

Wie viele dieser Dienstleistungen/Geschäfte haben Sie mit den Behörden online erledigt/abgewickelt? (N= 1’354 Unternehmen)

Elektronische Steuererklärung als Top-E-Government-Leistung

Sowohl die Bevölkerung (64 %) als auch die Wirtschaft (47 %) erledigen die Steuererklärung oft elektronisch. Die Leistung gehört bei beiden Zielgruppen zu den am meisten genutzten E-Services. Ein Drittel der befragten Privatpersonen hat zudem statistische Daten und Landkarten elektronisch bezogen und nutzt elektronische Zahlungsmöglichkeiten im Behördenverkehr. Unternehmen nehmen oft elektronisch an statistischen Umfragen teil (55 %) und melden Adressänderungen an involvierte Ämter gerne elektronisch (43 %).

Vor allem Desktop-Anwendungen gefordert

Die befragten Privatpersonen und Unternehmen geben Desktop-Anwendungen gegenüber mobilen Lösungen den Vorzug. Beide Nutzergruppen würden gerne mehr Geschäfte mit den Behörden elektronisch abwickeln. Sie geben dabei aber Computer und Laptop gegenüber Smartphone und Tablet den Vorzug.

E-Government-Angebot ist zufriedenstellend, jedoch ausbaufähig

Generell ist die Zufriedenheit der Bevölkerung (67 %) und Unternehmen (69 %) mit dem Online-Angebot der Behörden hoch. Das Vertrauen in die Online-Dienste ist grundsätzlich hoch. Ungefähr ein Fünftel der befragten Privatpersonen und der Unternehmen hat wenig Vertrauen in die Online-Dienste der Behörden.
Bei der Abfrage konkreter Behördendienstleistungen zeigt sich, dass bei der Bevölkerung die Nachfrage nach Online-Diensten höher ist, als das vorhandene Angebot.

Online-Dienste der Behörden: Angebot vs. Nachfrage

Kantone setzen stärker auf E-Government als Bund und Gemeinden

Die grosse Mehrheit der Kantone (90 %) bietet ihrer Bevölkerung ein Portal für die Abwicklung elektronischer Behördengeschäfte und Social-Media-Kanäle für die Kommunikation. Bundesstellen und Gemeinden sind in beiden Bereichen deutlich schwächer aufgestellt: 57 % der Bundesstellen und 47 % der kommunalen Verwaltung bieten ein Portal, jedoch nur ein Drittel (Bund) und gar nur ein Zehntel (Gemeinden) sind auf Social-Media-Plattformen aktiv. Dennoch möchten vor allem die Kantons- und Bundesbehörden ihr Online-Angebot ausbauen: Ungefähr 40 % sprechen sich für einen starken Ausbau aus, ungefähr die Hälfte sind tendenziell für einen Ausbau. Die Gemeindevertreter sind zurückhaltender: Nur 10 % halten einen starken Ausbau für nötig. Knapp 60 %, insbesondere grössere Gemeinden, äussern sich eher positiv gegenüber einem Ausbau.

Fehlende personelle und finanzielle Ressourcen bei den Behörden

Die befragten Behörden möchten mit elektronischen Leistungen ihre Prozesse optimieren und ihre Dienstleistungsqualität steigern. Als wichtigstes Hindernis für die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse wird der Mangel an verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen genannt. Etwas mehr als die Hälfte der Kantone stellt für E-Government-Belange mindestens eine 50 %-Stelle zur Verfügung. Beim Bund trifft dies nur bei 29 % der Verwaltungseinheiten zu. Auf Gemeindeebene sind die personellen Ressourcen, die für E-Government eingesetzt werden verschwindend: Knapp die Hälfte der Gemeinde stellt weniger als fünf Stunden wöchentlich zur Verfügung. 43 % der befragten Gemeinden konnten zudem auf diese Frage keine Auskunft geben.
Obwohl den Kantonsverwaltungen am meisten Ressourcen für E-Government-Belange zur Verfügung stehen, ist die Unzufriedenheit über die personelle Ausstattung höher als bei Bund und Gemeinden.

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Studienbericht zur Nationalen E-Government-Studie 2017

Studienbericht Nationale E-Government-Studie 2017
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Kurzbericht zur Nationalen E-Government-Studie 2017

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