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Monitoring 2020

Mit dem Monitoring schafft E-Government Schweiz einen Überblick über den E-Government-Fortschritt in der Schweiz und vergleicht diesen mit dem Ausland. Das aktuelle Monitoring umfasst die Ergebnisse von September 2019 bis August 2020.

Die Grundlage für das Monitoring bilden sowohl nationale und internationale Studien, als auch eigene Analysen. Im Rahmen des Monitorings werden folgende Indikatoren zur Bemessung des E-Government-Fortschritts der Schweiz beleuchtet: E-Services und E Partizipation, Infrastruktur, Humankapital und Innovation, Basisdienstleistungen, Mobilität und Transparenz. Das Monitoring 2020 bezieht sich auch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Einen detaillierten Bericht finden Sie hier: 

Monitoringbericht_2020.pdf
Format:
PDF
Größe:
784 kb
Aktualisiert:

E-Government Schweiz im Vergleich zum Ausland

Die Schweiz verliert im E-Government-Entwicklungsindex einen Platz und nimmt Platz 16 von 193 Ländern ein (2018: Rang 15).

Angebot und Nachfrage

E-Partizipation:

Der positive Trend im Bereich E-Partizipation der vergangenen Jahre setzt sich in der Schweiz fort. Von insgesamt 193 Ländern rückt sie von Platz 41 (Jahr 2019) auf Platz 18 (2020) vor. Auf den obersten Rängen befinden sich Dänemark und Südkorea.

Quelle: UN eGovernment Survey 2020

Nutzung und Nutzungserlebnis

Internetnutzung:

93 % der Schweizer Bevölkerung nutzen täglich das Internet. Innerhalb von fünf Jahren hat die Nutzung des Internets um ca. zehn Prozent zugenommen. Acht von zehn Personen nutzen das Internet über mobile Geräte. Vor zwei Jahren tat dies nur ein Viertel. Der Anteil der Internetnutzerinnen und -nutzer steigt mit zunehmendem Bildungsstand.

Quelle: Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Internetnutzung in den Schweizer Haushalten 2019

Auswirkungen der Corona-Krise

12 % der Befragten aus der Schweiz haben angegeben, während der Corona-Krise ihre Behördengänge vermehrt online durchgeführt zu haben. 3 % haben zum ersten Mal einen E-Service benutzt. Die Vermeidung von Behördengeschäften war aber mit 30 % die meist genannte Antwort. In Österreich ist das Ergebnis identisch, während die Werte in Deutschland tiefer liegen. 70 % der Schweizerinnen und Schweizer möchten auch nach der Corona-Krise öfter Online-Dienste nutzen.

Quelle: E-Government Monitor 2020

Mobilität

Nutzerinnen und Nutzer, die eine Dienstleistung aus einem anderen europäischen Land beziehen möchten, können dies bei 55 % (EU: 62%) der Dienste für die Bevölkerung und bei 97 % (EU: 76%) der Dienste für Unternehmen tun.

Quelle: EU eGovernment Benchmark 2020

Infrastruktur, Humankapital und Innovationskapazität

Telekommunikationsinfrastruktur

Im Bereich der Telekommunikationsinfrastruktur besitzt die Schweiz einen fast doppelt so hohen Indexwert (0.95 von 1) als der globale Wert (globaler Durchschnitt 0.54). Die Schweiz verfügt weltweit über das am weitesten ausgebaute Mobilfunknetz und die höchste Dichte an Breitbandanschlüssen.

Quelle: UN eGovernment Survey 2020

Humankapital

Dreiviertel der Schweizer Bevölkerung besitzt gute Grundkenntnisse bis erweiterte digitale Kompetenzen (BFS-Erhebung) und liegt diesbezüglich im internationalen Ranking weit oben. In der aktuellen Studie der Vereinten Nationen erreicht die Schweiz im Bereich Humankapital einen Höchstwert (Indexwert 0.9 von 1) und liegt auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau (globaler Durchschnitt 0.68).

Quelle: Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Internetnutzung in den Schweizer Haushalten 2019 und UN eGovernment Survey 2020

Basisdienste

Die Schweiz liegt im Ausbaustand grundlegender Basisdienste (elektronische Identität, elektronische Dokumente, authentische Quellen und digitale Post) trotz einer starken Verbesserung (+ 15 % zur Vorstudie) deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt (CH 36 %; EU 61 %). Positiv zu vermerken ist, dass das elektronische Versenden und Erhalten offizieller Dokumente bei mehr als der Hälfte der Behördendienste möglich ist.

Quelle: EU eGovernment Benchmark 2020

Transparenz

Schweizer Behörden sind offen, wenn es um Informationen zu eigenen Zuständigkeiten und Leistungen geht (CH 67 %; EU 74 %). Bei der Nachvollziehbarkeit der Leistungserbringung (Ausfüllen der Formulare bis zum Erhalt der Leistung) geben sie sich aber verschlossen (CH 25 %; EU 58 %). Deutlich transparenter (+15 % im Vergleich zur Vorstudie) sind die Behörden bei verwendeten Personendaten (CH 42 %; EU 65 %) geworden. Insgesamt liegt die Schweiz im Indikator «Transparenz» trotz einer Verbesserung um 5 % noch immer hinter dem EU-Durchschnitt (CH 45 %; EU 66 %). Bei unternehmensbezogenen Diensten finden sich allerdings deutlich mehr Informationen, als bei jenen für die Bevölkerung.

Quelle: EU eGovernment Benchmark 2020

E-Government-Zusammenarbeit und rechtliche Grundlagen

Die Kantone und Gemeinden arbeiten im E-Government grossenteils zusammen. In sechs Kantonen ist die E-Government-Zusammenarbeit bereits rechtlich verankert.

Quelle: Eine Umfrage der Geschäftsstelle E-Government Schweiz (Stand November 2019)