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Monitoring 2019

Mit dem Monitoring 2019 schafft die Geschäftsstelle einen Überblick über die E-Government-Entwicklung in der Schweiz (September 2018 bis August 2019) und vergleicht sie mit jener im Ausland. Dazu werden nationale und internationale Studienreihen analysiert. Insbesondere werden die Indikatoren Benutzerorientierung, Infrastruktur und Innovation, Basisdienstleistungen, Mobilität und Transparenz beleuchtet.

E-Government Schweiz im Vergleich zum Ausland

Online Dienste

Verfügbarkeit: Die untersuchten Online-Dienstleistungen der Schweizer Behörden sind zu 84 % online verfügbar (EU: 84 %) und damit 10 % mehr als vor vier Jahren. Auch in der Studie der United Nation hat sich die Verfügbarkeit von Online-Dienstleistungen in zwei Jahren um 0.25 Indexpunkte verbessert. Die Schweiz belegte 2018 beim Online Service Index (0,85 auf einer Skala von 0 bis 1, Durchschnitt 0,57) den 35 Platz von insgesamt 193 untersuchten Ländern. Auf den ersten Plätzen sitzen Dänemark, die Vereinigten Staaten, Singapur und Korea.

Quellen: EU eGovernment Benchmark 2019 und UN eGovernment Survey 2018

Nutzung: Ungefähr 58 % der Schweizer Bevölkerung haben in den letzten 12 Monaten ein Online-Angebot der Behörden genutzt. Die Schweiz und Deutschland schneiden besser als im Vorjahr ab, während in Österreich die Nutzung abgenommen hat. Die örtliche und zeitliche Flexibilität motiviert Personen, Behördendienste elektronisch abzuwickeln.

Quelle: E-Government Monitor 2019

Nutzungsbarrieren: Innerhalb von vier Jahren konnte die Schweiz die Hürden der Nutzung von E-Services der Behörden abbauen. Die Bekanntheit von Online-Diensten konnte um rund 20 % erhöht werden. Die meist genannten Gründe sind über die Jahre praktisch unverändert:

  • 46 % kennen die Angebote zu wenig (fehlende Bekanntheit)
  • 42 % beschreiben die Online-Abwicklung als zu unpersönlich (unpersönliche Abwicklung)
  • 40 % haben Bedenken betreffend Datensicherheit (Bedenken Datensicherheit)
Quelle: E-Government Monitor 2019

Infrastruktur und Innovationen

E-Government-Entwicklung: Die Schweiz erreicht beim E-Government-Entwicklungsindex den Platz 15 von insgesamt 193 Ländern (Indexwert von 0.85, der Durchschnitt liegt bei 0.55) und verbessert sich in zwei Jahren um 13 Ränge.

Quelle: UN eGovernment Survey 2018

Innovationen: Die Schweiz bleibt zum neunten Mal in Folge auch im Jahr 2019 weltweit führend in der Innovationsfähigkeit. Sie erzielt in den Bereichen Wissen und Technologie sowie Kreativität Höchstwerte (Rang 1). Bei der Qualität der Innovation liegt sie weltweit an vierter Stelle, gleich nach den USA, Deutschland und Japan. 

Quelle: The Global Innovation Index 2019

Basisdienste

Die Schweiz liegt im Ausbaustand grundlegender Basisdienste hinter dem europäischen Durchschnitt (CH 31 %; EU 61 %). In der Schweiz gibt es heute noch keine national gültige E-ID. Zudem erfolgt das automatische Ausfüllen von Formularen mit Informationen, die den Behörden bereits bekannt sind (Once-Only), erst bei wenigen Diensten. 

Quelle: EU eGovernment Benchmark 2019

Mobilität

Die Schweizer Bevölkerung und Unternehmen können Online-Dienste der Behörden grenzübergreifend nutzen (z. B. Unternehmensgründung oder Studienaufenthalt im Ausland). In diesem Bereich liegt die Schweiz klar vor dem EU-Durchschnitt (CH 74 %; EU 66 %). 
 
Quelle: EU eGovernment Benchmark 2019

Transparenz

Was die Transparenz angeht sind viele europäische Länder fortgeschrittener als die Schweiz (CH 44 %; EU 66 %). Die Behörden bieten die Daten zu eigenen Zuständigkeiten und Leistungen offen an. Die Nachvollziehbarkeit der Abwicklung bzw. Verwendung von Leistungen und Personendaten müssen deutlich transparenter werden. Bei Unternehmensbezogenen Diensten finden sich allerdings deutlich mehr Informationen als bei jenen für die Bevölkerung.

Quelle: EU eGovernment Benchmark 2019

E-Government in den Kantonen und den Gemeinden

Kantonale E-Government Strategien

Mit Ausnahme eines Kantons besitzen alle Kantone eine E-Government-Strategie (Stand August 2018). Die Mehrheit der Kantone haben ihre kantonalen Strategien eher stark bis vollständig an die E-Government-Strategie Schweiz angepasst.

Quelle: Nationale E-Government Studie 2019

E-Government in den Kantonen und den Gemeinden

Spitzenreiter bei der Digitalisierung sind die Kantone St.Gallen, Aargau, Zug und Neuchâtel. Bund und Kantone wünschen die Einführung der E-ID. Die Gemeinden möchten vor allem, dass der Service E-Umzug schweizweit medienbruchfrei möglich wird.

Quelle: Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern und Nationale E-Government Studie 2019