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Monitoring 2017

Das Monitoring schafft einen Überblick über die E-Government-Aktivitäten in der Schweiz in den Bereichen «Online-Angebot», «Infrastruktur», «Schlüsselfaktoren», «Nutzerorientierung», «Mobilität» sowie «Transparenz» und stellt sie in Vergleich zum Ausland.

Online-Angebot

Bevölkerung

Wirtschaft

80 % der Schweizer Unternehmen nutzen Dienstleistungen der Behörden respektive wickeln Behördengeschäfte ab. Davon erledigen 68 % mindestens die Hälfte dieser Dienstleistungen und Geschäfte elektronisch. Die Zufriedenheit der Wirtschaftsvertreter mit dem Online-Angebot der Verwaltungen ist sehr positiv: 70 % der befragten Unternehmen sind damit zufrieden. Nur 10 % haben sich als unzufrieden geäussert. Gemäss den Unternehmen erschweren folgende Barrieren die Nutzung von elektronischen Behördenleistungen am meisten: Unauffindbarkeit der Leistungen, aufwändige Registrierungsprozesse, fehlende Erklärungen, wie die E-Government-Angebote genutzt werden können respektive wie die Prozesse funktionieren und mangelndes Vertrauen in den Datenschutz und die Datensicherheit.


Quelle: Nationale E-Government-Studie 2017

Verwaltung

Das E-Government-Angebot der Schweizer Behörden entwickelt sich laufend, ist aber im internationalen Vergleich nur durchschnittlich ausgebaut (60 % des maximal erreichbaren Wertes und Rang 64 im internationalen Vergleich). Geht es um die Möglichkeiten zur Interaktion zwischen der Regierung und der Bevölkerung, zum Beispiel in Form von regelmässigen Inputs, routinemässigen Konsultationen oder über Social Media-Plattformen (E-Participation) befindet sich die Schweiz im Ländervergleich noch weiter hinten auf Rang 70. Bezogen auf die ausgezeichneten Voraussetzungen (s. Infrastruktur) in der Schweiz, wird E-Government durch die Verwaltung nicht genügend ausgeschöpft.


Quelle: The Global Innovation Index 2017

Aus Sicht der Mitarbeitenden aus Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden müsste das Online-Angebot der Behörden, bezogen auf die heutigen Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner, um durchschnittlich ca. 85 % ausgebaut werden. Den Ausbau von Online-Dienstleistungen erschweren vor allem knappe Personalressourcen, der hohe Zeitaufwand und Budgetrestriktionen.


Quelle: Nationale E-Government-Studie 2017

Infrastruktur

Bereits zum siebten Mal in Folge ist die Schweiz das innovativste Land im Ländervergleich. Die Schweiz konnte in den Bereichen Wissen und Technologie (Rang 1) und Kreativität (Rang 3) Höchstwerte erzielen. 2016 meldete die Schweiz europaweit die meisten Patente pro Einwohner an, was ein Zeichen für eine hohe Innovationskraft ist. Zudem zeigt die Schweiz auch gute Leistungen in den Bereichen sicheres poltisch-regulatorisches Umfeld (Rang 8), Humankapital und Forschung (Rang 7), Infrastruktur (Rang 6) und Reifegrad des Marktes (Rang 7) sowie der Unternehmen (Rang 3). Obwohl die Schweiz in Sachen digitale Technologie und Infrastruktur international führt und über ein politisch stabiles Umfeld verfügt, ist das Online-Angebot der Schweizer Behörden ausbaufähig.


Quelle: The Global Innovation Index 2017

Schlüsselfaktoren

Nutzerorientierung

Obwohl das Online-Angebot der Schweizer Behörden eher moderat ist, liegt sie im untersuchten Hauptindikator «Benutzerorientierung» mit 78 % mittlerweile im EU-Durchschnitt (80 %). Die Schweizer Behörden bieten ihre Online-Dienstleistungen immer mehr medienbruchfrei an (76 %, wobei 100 % «volltransaktional» bedeutet). Die Verwendbarkeit (Online-Feedback etc.) von Internetseiten der Schweizer Behörden in ausgewählten Bereichen (Bildung, Gesundheit, Finanzen, Arbeit, Sozialleistungen) ist mit 93 % sehr hoch.


Quelle: EU eGovernment Benchmark 2017

Mobilität

Transparenz

Die Schweiz hat sich im Bereich der Transparenz weiterentwickelt, liegt aber immer noch hinter dem EU-Durchschnitt (CH 42 %; EU: 59 %). Dabei geht es darum, ob der Ablauf der Leistungserbringung der öffentlichen Organisation transparent ist, ob die öffentliche Organisation über Transparenz verfügt und ob transparent ist, welche Personendaten benötigt werden. Die Schweizer Behörden verfügen über eine angemessene Transparenz bezüglich Informationen zu den eigenen Verantwortlichkeiten und Leistungen (71 %). In der Nachvollziehbarkeit der Online-Transaktionen schneidet sie nur mittelmässig ab (35 %). Sie hat sich auch der Transparenz bezüglich Verwendung von Personendaten verbessert (20 %).


Quelle: EU eGovernment Benchmark 2017