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E-Government-Monitor 2019

Die am 16. Oktober 2019 veröffentlichte Studie «E-Government-Monitor 2019» beleuchtet neben den Hauptindikatoren Nutzung und Zufriedenheit die Haltung der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegenüber digitalen Identitäten und dem Prinzip «Once-Only». Die Schweizer Befragten äussern sich dazu mehrheitlich neutral oder positiv.

Die Studie E-Government-Monitor untersucht in einer repräsentativen Erhebung bei der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz Fragen rund um die Nutzung von E-Government-Diensten. Herausgeber der Studie sind das deutsche Forschungsinstitut «fortiss» und die «Initiative D21», ein gemeinnütziger Verein für die Informationsgesellschaft in Deutschland. E-Government Schweiz unterstützt den E-Government-Monitor als Partnerin.

Positive Entwicklung bei den Indikatoren Nutzung und Zufriedenheit

Betreffend Nutzung von E-Government-Angeboten zeigt die Studienreihe für die Schweiz eine konstante Entwicklung. Seit der ersten Erhebung 2012 geben rund 60 % der Befragten an, in den vergangenen 12 Monaten Online-Dienste der Behörden in Anspruch genommen zu haben. Gegenüber der letztjährigen Untersuchung verzeichnet die Schweiz eine leichte Steigerung des Wertes (2018: 55 %, 2019: 58 %). Auch die Zufriedenheit mit den Online-Angeboten liegt seit Jahren auf einem ähnlichen Niveau. 73 % der Befragten sind aktuell mit dem E-Government-Angebot zufrieden, das sind 2 % mehr als 2018.

E-Steuern etabliert, E-ID und Once-Only noch zu verankern

Gemäss der Studie ist die Schweizer Bevölkerung grundsätzlich offen gegenüber einer E-ID und dem Prinzip Once-Only. Rund die Hälfte der Befragten möchte auf eine einzige digitale Identität zugreifen können. Der Umgang mit mehreren Identitäten, wird aber nicht nur als mühsam, sondern auch als sinnvoll beurteilt (63 %). Zudem verringert sich der Anteil der E-ID-Befürworter, wenn präzisiert wird, dass diese für Dienste von Unternehmen und der Verwaltung genutzt werden kann. Hier deckt die Studie also auch Handlungsbedarf auf: Soll sich eine einzige digitale Identität in der Schweiz etablieren, sind bei der Bevölkerung Vertrauen und Verständnis auszubauen.

Bei der Beurteilung des Prinzips Once-Only, wonach Daten den Behörden nur noch einmal angegeben werden müssen, spielen Überlegungen rund um die Datensicherheit eine zentrale Rolle. Auch wenn sich die Befragten zu rund zwei Drittel eher positiv oder neutral gegenüber dem Prinzip zeigen, fordern sie grossmehrheitlich (85 %), den vollständigen Schutz und die gänzliche Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten. Dazu passt, dass mehr als die Hälfte vor jeder Datennutzung durch die Behörde um Erlaubnis gefragt werden möchte. Gut verankert ist demgegenüber die elektronische Abwicklung der Steuererklärung. Rund 60 % nutzen diesen E-Government-Dienst.

Weiterführende Informationen

Zur Studie

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Für Rückfragen

Anna Faoro, Kommunikationsverantwortliche und stv. Leiterin, Geschäftsstelle E-Government Schweiz, Tel. +41 58 465 12 28, anna.faoro@egovernment.ch