Newsletter E-Government Schweiz 3/2009



Ein reiches und intensives Jahr im Bereich E-Government geht zu Ende. Und auch für 2010 sind erfreuliche Perspektiven in der Umsetzung der E-Government-Strategie Schweiz in Sicht, worüber wir Ihnen auch im nächsten Jahr gerne berichten werden. In der Tat werden mehrere priorisierte Vorhaben die Betriebsphase erreichen. Des Weiteren erhoffen wir uns mit den  zusätzlichen Mitteln aus der dritten Stufe konjunktureller Stabilisierungsmassnahmen im 2010 noch mehr Schwung für E-Government. Wir freuen uns mit Ihnen diese wichtigen Etappen zu teilen. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage sowie ein erfolgreiches Jahr 2010.

Geschäftsstelle E-Government Schweiz

Frohe Festtage

Beschlüsse aus dem Steuerungsausschuss: Umsetzung des 3. Konjunkturpakets

An seiner vierten Sitzung vom 3. November 2009 konnte der Steuerungsausschuss E-Government Schweiz  feststellen, dass die Umsetzung des Programms E-Government auf Kurs ist und sich positiv entwickelt. Zwei neue Vorhaben wurden in den Katalog der priorisierten Vorhaben aufgenommen. Als wichtigstes Traktandum wurde das Konzept zum Einsatz der gesprochenen Mittel genehmigt, die im Rahmen der dritten Stufe konjunktureller Stabilisierungsmassnahmen für E-Government vorgesehen sind. Dabei ist einerseits die direkte Förderung von priorisierten Vorhaben zu deren Beschleunigung, insbesondere in der Konzeptphase, vorgesehen. Andererseits sollen über die Geschäftsstelle E-Government Schweiz Ressourcen zu spezifischen Themen sowohl für die federführenden Organisationen als auch für weitere Akteure im Rahmen der Umsetzung der E-Government-Strategie bereitgestellt werden.

ico_extern.gif Medienmitteilung

ico_extern.gif Informationen zum Paket E-Government

November stand im Rampenlicht von E-Government

ffO-Meeting 

Am 16. November 2009 haben sich alle federführenden Organisationen (ffO) sowie kantonale Vertreter am 2. ffO-Meeting zur Diskussion von «Marketing und Usability» in Bern getroffen. Frau Bundeskanzlerin Corina Casanova hat in ihrer Rede den Einsatz der ffO gelobt, jedoch auch gefordert, E-Government auf die Bedürfnisse der Menschen und nicht auf die Erfordernisse der Verwaltung auszurichten. Beat Bühlmann, Sales Manager bei Google Schweiz, präsentierte in einem packenden Referat den Umgang mit Marketing und Usability bei Google - ein wichtiger Erfolgsfaktor des Unternehmens.

ico_extern.gif Präsentationen und Referate

E-Government-Symposium

Am 3. Nationalen E-Government-Symposium vom 17. November 2009 in Bern haben rund 300 Vertreter aus Industrie, Verwaltung, Forschung und Politik über E-Government und dessen zukünftige Umsetzung in Bezug auf ePartizipation und Innovation debattiert. «E-Government ist zurzeit das dynamischste Pferd im Rennstall der schweizerischen Verwaltung», hielt Bundespräsident Hans-Rudolf Merz in seiner Eröffnungsansprache fest. Er betonte, die Umsetzung der E-Government Strategie Schweiz sei in vollem Gange. Zum dritten Mal durchgeführt, hat sich das Symposium als feste Veranstaltung der E-Government-Gemeinde in der Schweiz etabliert. Das 4. E-Government-Symposium wird am 9. November 2010 wiederum in Bern stattfinden.

ico_extern.gif Informationen und Referate

The 5th Ministerial eGovernment Meeting and Conference

In Vertretung für Bundespräsident Hans-Rudolf Merz nahm unter der Leitung von Peter Fischer, Delegierter Informatikstrategieorgan Bund, eine kleine Schweizer Delegation am 17. November 2009 am EU Minister-Meeting in Malmö (Schweden) teil. Die für E-Government verantwortlichen Minister der EU-Mitgliedsstaaten und der EFTA haben einer Deklaration (Ministerial declaration on eGovernment policy) zugestimmt, welche den Weg für E-Government bis 2015 vorgibt.

An der vom 18. und 19. November statt gefundenen Konferenz nahmen fast 1000 Delegierte der EU und EFTA-Länder, Vertreter der Europäischen Kommission, internationale und regionale Organisationen sowie Vertreter der IKT-Industrie teil. Dabei lag ein grosser Fokus auf den Themen eParticipation, eID und Länder übergreifende Interoperabilität.

ico_extern.gif The 5th Ministerial eGovernment Meeting and Conference

Studien zu E-Government

Nationale Studien

In der Schweiz werden jährlich drei Studien im Auftrag verschiedener Bundesstellen vom Institut gfs.bern durchgeführt. Die am 10. November 2009 veröffentlichte Studie « Ver­waltung und E-Government» hat die Umsetzung der E-Government-Strategie Schweiz  im Auftrag des Informatikstrategieorgans Bund (ISB) untersucht. Die Resultate der Befragung zeigen deutlich auf, dass sich die Kantone im Bereich E-Government derzeit stark engagieren. Die Aktivität bei den Gemeinden stagniert jedoch eher, was vielfach mit dem Mangel an Ressourcen und zum Teil auch Know-How begründet werden kann.

Wie aus der Befragungen der dritten Studie «Bevölkerung und E-Government» im Auftrag der Bundeskanzlei hervorgeht, werden die Bedürfnisse der Bevölkerung derzeit mehrheitlich erfüllt.

Die bereits im Frühjahr publizierte Studie «Firmen und E-Government» im Auftrag des Staatssekretariates für Wirtschaft (SECO) zeigt eine erfreulich positive Entwicklung bei der Beurteilung des E-Government Angebotes durch die Wirtschaft.

ico_extern.gif Nationale Studien zu E-Government

Internationale Studien

Am 19. November 2009 ist die EU Benchmark-Studie zu E-Government von CapGemini im Auftrag der EU-Kommission veröffentlicht worden. Bei der Studie wurden 20 Behördengänge in 31 europäischen Staaten evaluiert. Bewertet wurden die Anzahl Dienstleistungen, welche online angeboten werden und die durchgängige elektronische Abwicklung.

Inhaltlich hat sich die Schweiz verbessert. Weil aber E-Government in unserem Land föderal umgesetzt wird, ist die Bewertung für die Schweiz im Vergleich zu den Nachbarstaaten schlechter geworden. Bei der Verfügbarkeit liegt die Schweiz mit 32 % auf Rang 31, bei der Durchgängigkeit mit 67% auf Rang 28 von 31.

ico_extern.gif EU Benchmarking Studie Capgemini

Firma CSP AG gewinnt Ideenwettbewerb zur Nutzenermittlung

Die Preisverleihung des Ideenwettbewerbes fand am 2. ffO-Meeting in Bern statt. Gesucht hatte die Geschäftsstelle E-Government Schweiz ein Berechnungsmodell, das den Nutzen von E-Government-Vorhaben ermittelt, und das die verschiedenen Vorhaben bezüglich ihrer Wirksamkeit vergleichen lässt. Der Expertenrat E-Government Schweiz als Fachjury wählte die Firma CSP AG aus St. Gallen als Gewinnerin aus. Mit dem prämierten Modell werden nun die priorisierten Vorhaben der nationalen Strategie evaluiert.

ico_extern.gif Konzepte aller Finalisten

Umsetzungserfolge aus den priorisierten Vorhaben

Das digitale Archiv des Bundes ist in Betrieb

Das Schweizerische Bundesarchiv (BAR) hat offiziell den Betrieb seines digitalen Archivs aufgenommen. Das E-Government Vorhaben «Archivierung von elektronischen Daten und Akten» wurde Ende September erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Projektes war es, ein Informatiksystem zur Archivierung digitaler Unterlagen zu entwickeln.

ico_extern.gif Medienmitteilung

UID: Botschaft verabschiedet

Der Bundesrat hat am 28. Oktober 2009 die Botschaft zum Bundesgesetz über die Unternehmens-Identifikationsnummer (UIDG) zu Handen der eidgenössischen Räte verabschiedet. Mit dem UIDG wird die formell-gesetzliche Grundlage zur Einführung einer schweizweit einheitlichen und eindeutigen Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) gelegt. Als Voraussetzung für organisationsübergreifende und medienbruchfreie Datentransaktionen kommt der UID eine zentrale Bedeutung im E-Government zu.

ico_extern.gif UID

ico_extern.gif Medienmitteilung

Elektronischer Identitätsnachweis SuisseID

Im Rahmen der dritten Stufe konjunktureller Stabilisierungsmassnahmen hat der Bundesrat die beschleunigte Einführung der SuisseID beschlossen. Die SuisseID ist in der Schweiz das erste standardisierte Produkt für einen sicheren elektronischen Identitätsnachweis. Geschäfte können von Privatpersonen zu Firmen, von Firmen untereinander sowie vom Bürger zur Verwaltung direkt über das Netz abgeschlossen werden. Die hohe Transaktionssicherheit und Zeitersparnis sind der Hauptnutzen für die Wirtschaft.

Das SECO sucht Unternehmen, welche die SuisseID für Ihre Web-Applikation einsetzen wollen. Pilotprojekte können im Jahr 2010 mit einer Anschubfinanzierung unterstützt werden.

ico_extern.gif SuisseID

eCH-Hilfsmittel für Geschäftsprozesse erhält E-Government-Preis Schweiz 2009

Anlässlich des E-Government-Symposiums wurde das «eCH-0096 BPM Starter Kit» mit dem E-Government-Sonderpreis von Bearingpoint Schweiz ausgezeichnet. Entwickelt wurde das Hilfsmittel von der „eCH Fachgruppe Geschäftsprozesse" unter Leitung des Informatikstrategieorganes Bund (ISB). Das BPM-Starter Kit, das bereits im September in einem internationalen Wettbewerb ausgezeichnet wurde, ist ein Ergebnis zum Vorhaben „B1.03 Einheitliches Inventar und Referenzdatenbank öffentlicher Leistungen", das unter Federführung der Bundeskanzlei steht. Im Rahmen von laufenden oder geplanten BPM-Projekten haben bereits verschiedene Bundesstellen, Kantone und Gemeinden ein grosses Interesse am BPM-Starter Kit bekundet.

ico_extern.gif eCH-BPM Starter Kit (Einführungsdokument) 

ico_extern.gif eCH BPM Starter Kit (download)

BJ und SIX Group realisieren das eGRIS

Das Elektronisches Grundstück-Informationssystem wird in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Grundbuchämtern umgesetzt. Das Bundesamt für Justiz (BJ) und SIX Group haben gestützt auf die E-Government-Strategie des Bundes vereinbart, für die Entwicklung des zentralen elektronischen Grundstück-Informationssystems eGRIS eng zusammenzuarbeiten. Das Projekt hat die elektronische Abfrage und Verarbeitung von Grundbuchdaten zum Ziel. Es wird die Geschäftsabläufe für Kreditinstitute, Grundbuchämter und Notare vereinfachen und zu massgeblichen Effizienzsteigerungen führen.

ico_extern.gif Medienmitteilung

ISB anerkennt vorläufig Lösung der Firma PrivaSphere AG als erste elektronische Zustellplattform

Elektronische Zustellplattformen sollen die sichere und nachvollziehbare Zustellung von elektronischen Nachrichten ermöglichen. Zuständig für die Anerkennung solcher Zustellplattformen ist in der Bundesverwaltung das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD), genauer das Informatikstrategieorgan Bund (ISB), gemäss „Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens". Ein entsprechender Kriterienkatalog wird unter Einbezug der interessierten Kreise noch ausgearbeitet, weshalb Zustellplattformen vorerst auf Gesuch und gemäss der erwähnten Verordnung vorläufig anerkannt werden. Eine solche vorläufige Anerkennung hat das ISB nun erstmals am 17. November 2009 zugunsten der Zustellplattform der Firma PrivaSphere AG ausgesprochen.

ico_extern.gif Zusätzliche Informationen

Umsetzungserfolge aus den Kantonen

Baselland: Neue Lösung für Register

Der Kanton Baselland hat sich für die Registerfachlösung «Geres der Bedag Informatik AG» entschieden.

ico_extern.gif Medienmitteilung der Bedag AG

Bern: Künftig keine Papier-Rechnungen mehr

Die Steuerverwaltung hat die E-Rechnung lanciert: Neu können die Steuerrechnungen - wo gewünscht - per Mail empfangen werden.

ico_extern.gif Zusätzliche Informationen

Luzern: Grundstück-Eigentümer über das Internet abrufbar

In Luzern sind Eigentumsinformationen neu auf dem elektronischen Grundbuchplan abrufbar. Diese Dienstleistung steht via Grundbuchportal http://www.grundbuch.lu.ch/ und via Geoportal http://www.geoportal.lu.ch/ zur Verfügung.

ico_extern.gif Medienmitteilung

Graubünden: Sichere digitale Kommunikation via IncaMail

Graubünden führt als erster Kanton die E-Mail-Plattform IncaMail für die sichere Kommunikation ein.

ico_extern.gif Medienmitteilung

Agenda

·         Info Society Days, 09./10. März 2010, Bern 
ico_extern.gif Info Society Days



Geschäftsstelle E-Government Schweiz
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